Zu Fuß und per Rad durch das Valsugana

Das Valsugana zieht sich von Trento ostwärts etwa 80 Kilometer bis Bassano del Grappa. Die Dolomiten auf der Nordseite halten die Kälte ab, vom Süden setzen sich mediterrane Einflüsse durch. Biker und Wanderer erwartet im Valsugana eine extralange Saison.

Das Mikroklima des Valsugana reicht von nordisch-alpin bis mediterran und sorgt ab dem Frühling für eine unglaubliche Farbenpracht. Unten an Levico- und Caldonazzosee überzieht die Hänge ein Teppich aus weiß und rosa Kirsch- und Apfelblüten. Im Belle Epoque-Kurort Levico wandeln Besucher im größten historischen Park des Trento zwischen Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen. Hoch oben im Lagorai zieht bald der Almrausch nach und färbt die Hänge purpur.

An der Brenta in die Pedale treten

Die Zeit ist reif, um sich das Valsugana zu „erradeln“. Der Valsugana-Radweg ist ein Teil der Claudia-Augusta-Radroute von Augsburg nach Venedig. Er führt von Pergine ostwärts an Caldonazzo- und Levicosee vorbei und der Brenta entlang bis nach Grigno. Die abwechslungsreiche Landschaft liefert alle paar Kilometer Gründe zum Anhalten und Staunen: Calceranica al Lago und Caldonazzo am Seeufer ebenso wie später Borgo Valsugana mit seinen venezianischen Bauten an der Brenta. Auf der Höhe von Selva di Grigno sollte man die Wasserfälle und Grotten von Bigonda nicht versäumen. Bei Tezze beginnt bereits Venetien. Wer noch Kraft in den Beinen hat, tritt am Valsugana-Radweg weiter Richtung Primolano und Bassano del Grappa.

Im Lagorai und auf der Vezzena-Hochebene

Sobald sich auf den Gipfeln der Schnee weiter zurückzieht, kommen auch Mountainbiker und Bergwanderer in die Gänge. 300 Kilometer Passstraßen und Mountainbikerouten bis in die Zweitausender wurden per GPS erfasst – im Lagorai auf der Nordseite des Valsugana ebenso wie auf dem Altopiano di Vezzena auf der Südseite. Darunter sind klingende Namen wie der Passo Cinque Croci, der Monte Panarotta und die Kaiserjägerstraße (Strada del Menador), welche schon Schauplätze des Giro d’Italia waren. Auch Bergwanderer haben im Valsugana eine der spannendsten alpinen Landschaften vor sich.

Im ersten Weltkrieg verlief hier die Frontlinie der erbitterten Gebirgskämpfe zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Unterwegs in den Bergen passiert man immer wieder alte Militärbauten. Reizvoll ist auch die uralte Almenregion mit ihren Steinhäusern. Im Valtrigona liegt das einzige WWF-Naturschutzgebiet im Alpenraum. Das Val die Sella ist für die Arte Sella bekannt, internationale Natur-Kunstwerke die unter freiem Himmel mit Wind, Wetter und den Jahreszeiten wachsen und vergehen. www.visitvalsugana.it.

Zu Fuß und per Rad durch das Valsugana

Bild MTB am Panarotta Berg Quelle: Markus Greber (TVB Valsugana Lagorai)

Quelle mk Salzburg

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